Projecteo
Ein Dia-Projektor für Instagram

Instagram für die ganze Familie: Die Macher von Projecteo erfinden den guten alten Diaprojektor für Smartphones neu.

Mit mehr als 100 Millionen Mitgliedern gehört Instagram zu den international beliebtesten Fotodiensten überhaupt. Dabei ist das Konzept hinter der iOS- und Android-App simpel: Bild mit dem Smartphone schießen, Filter darüber legen, hochladen und somit Freunden zur Verfügung stellen. Das aufs Visuelle fokussierte soziale Netzwerk könnte mit Projecteo aber nicht nur im Internet die Menschen faszinieren. Denn der winzige Projektor ist für Präsentationen der eigenen Kreationen im echten Leben gedacht.

Projecteo

Wie ein Diaprojektor, nur kleiner: Projecteo soll Instagram-Fotos an die gute alte Wand werfen

Benjamin Redfords Erfindung von Projecteo ist im wahrsten Sinne des Wortes Oldschool, denn das Gerät basiert im Prinzip auf einem guten, alten Diaprojektor. Bilder werden so statisch an die Wand geworfen, wie man es womöglich noch aus den achtziger und neunziger Jahren kennt. Der Unterschied ist nur, dass der Projektor keine 20 Zentimeter mehr groß ist und statt mit Dias mit winzigen Filmrädchen gefüttert wird. Auf die passen sieben selbst geknipste Fotos.

Projecteo besteht aus zusammengeschraubten Plastikteilen, für Leuchtkraft sorgen LEDs. Die dürften wohl gerade ausreichen, um in einem komplett abgedunkelten Raum eine A4-Fläche an der Wand zu bestrahlen. Der Retro-Effekt soll allerdings stimmen, der Preis sowieso. Wenn alles klappt, wird der Instagram-Projektor Ende Februar 2013 für 30 Dollar (zirka 24 Euro) inklusive Versand auch nach Europa ausgeliefert. Wer möchte, kann sich sogar die Nachbildung des klassischen Diaprojektors Rollei P35 sichern – die kostet 45 US-Dollar (rund 35 Euro). Schießt man schon jetzt sein Geld bei dem Crowdfunding-Portal Kickstarter vor, erhöht man außerdem die Chance, dass Projecteo tatsächlich realisiert wird. Andererseits wurde die anvisierte Finanzierungssumme von 18.000 US-Dollar längst überschritten. Aktueller Stand: über 50.000 Dollar. Das Interesse scheint also groß zu sein.

Trotzdem: Hinter Projecteo steckt eine Geschäftsidee. Besagte Filmrädchen müssen separat erworben werden – und hier hat das verantwortliche Unternehmen Mint Digital bereits Erfahrungen gesammelt. So betreibt das US-Startup unter anderem Stickygram, das Instagram-Bilder in Kühlschrankmagneten verwandelt. Auf einer Weboberfläche oder als App wird man zukünftig die Rädchen zusammenstellen und auf 35mm-Film sowie ins Rad transferieren lassen können.  Nur was der Nachschub für Projecteo kosten wird, ist aktuell noch unklar. Immerhin gibt’s sieben Bilder beziehungsweise ein erstes Rädchen beim Kauf eines Projektors dazu.

Weitere Einzelheiten sowie die Möglichkeit, selbst einen Projecteo zu „ordern“, gibt’s auf der Kickstarter-Webseite. Die Finanzierungsphase läuft noch bis zum 19. Dezember 2012.

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